Aktivierende Sozialpolitik

selbstsorgen

Gauck fordert: Die  “aktivierende Sozialpolitik” soll dem Einzelnen helfen wieder aufzustehen und für sich selbst einzustehen.”

Eine Bürgerin unseres Landes hat schon verstanden, und unternimmt erste Schritte um dem Einzelnen zu helfen aufzustehen und für sich selbst einzustehen.

Gauck fordert: ” Ich stelle mir eine aktivierende Sozialpolitik vor wie ein Sprungtuch, das Stürze abfedert, das denjenigen, die es brauchen, dazu verhilft, wieder aufzustehen und für sich selbst einzustehen” http://www.welt.de/politik/deutschland/article123923225/Gauck-nimmt-den-Neoliberalismus-in-Schutz.html

Konrad-Adenauer Stiftung: Eine umfassende Aktivierungspolitik mit sanktionsbewehrten Eingliederungsplänen gilt als ethisch unvertretbar:

“(…) …bei einem 60jährigen Mann mit jahrelangem Aufenthalt in einer Notunterkunft, Drogenproblemen und gesundheitlichen Einschränkungen (…) -also Fälle – in denen einen aktivierende Restleistungsfähigkeit kaum noch feststellbar ist –  und  in der Intensivmedizin, bei Alter und Pflegebedürftigkeit (…)” http://www.kas.de/wf/de/71.10161

Frage von den Pixels:  Leute in der Intensivstation und bettlägrige Pflegebedürftige sollen nicht bestraft werden, wenn es nicht gelingt zu zu aktivieren. Von was soll der 59- Mann mit “jahrelangem Aufenthalt in einer Notunterkunft, Drogenproblemen und gesundheitlichen Einschränkungen leben?   Wie hoch ist seine “Restleistungsfähigkeit” und welche sanktionsbewehrten Eingliederungsplänen  kommen für ihn in Frage? Was ist mit einem 61-jährigen Mann der nur jahrelang in eine Notunterkunft gelebt hat und nur Drogenprobleme hat, aber keine gesundheitlichen Einschränkungen hat? 

Mehr dazu die  Konrad Adenauer Stiftung:”(…) Die stärker aktivierende Neujustierung des sozialpolitischen Instrumentariums bedeutet praktisch, dass Realtransfers von Gütern und Dienstleistungen zur Reintegration und Prävention sowie monetären Transfers für investive Zwecke eine größere Bedeutung zukommen. Soziale Dienstleistungen sind ein Kernelement dieser Korrektur und werden daher in der Sozialen Marktwirtschaft zunehmende Bedeutung erlangen.

Damit steigt der politische Druck, die Notwendigkeit und den Erfolg sozialer Dienstleistungen nachzuweisen. Für die Leistungsempfänger steht dabei das Fördern und Fordern im Mittelpunkt, so dass von ihnen ein aktiver Eigenbeitrag zur Problemlösung erwartet wird. Wird auf die Hilfe nicht mit Kooperation eingegangen, so sind Sanktionen in Form von Leistungskürzungen möglich und diese werden zunehmend von der Sozialverwaltung auch als Steuerungsinstrument eingesetzt (…)”

 

 

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>